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Posts Tagged ‘kreative Gesellschaft’

Diesen ersten Freitagskaffee mit der Inspiration trinke ich, während meine Füsse im Sand stecken. Zumindest tun sie das in freudiger Erinnerung an meine gestrige Begegnung mit MICHAEL OBERT, einem der bekanntesten Reisejournalisten.

Michael Obert
Michael Obert hat gerade sein neustes Buch „Chatwins Guru und ich“ in den Druck verabschiedet und mir bei Kaffee, Wind und Spree erzählt, warum es das vielleicht WICHTIGSTE WERK SEINES LEBENS ist. Seine sehr persönliche Geschichte von der Inspiration für dieses Buch und für sein zweites Leben habe ich in meiner Kolumne „Catch the Inspiration“ für Euch aufgeschrieben.

Was mich nach unserem Treffen so inspiriert zurück gelassen hat war die Tatsache, dass Michael diese zwei oder vielleicht sogar noch mehr Leben lebt. Da ist zum einen das urbane rauschende Berliner Leben eines Mitglieds der Kreativszene. Das andere ist das eines Reisenden und Schreibenden, den seine Sehnsucht nach fremden Realitäten an „Die Ränder der Welt“ zieht.

Michael Obert hat im Unterwegsein, seinen Weg gefunden. Aus seinen Reisen in die extremsten Gebiete der Erde zieht er eine unglaubliche Inspiration für seine Bücher aber auch für sein Leben. Für mich hat seine Art Inspiration zu sammeln und in Ideen zu verwandeln eine Tür aufgemacht und einen ENTSCHLUSS GEBOREN. Ich werde mich weiter in die Welt hinaus wagen.

Das mag für Vielgereiste, die ihr sicherlich seid, ein wenig lächerlich klingen. Aber für mich bedeutet das ein ÜBERWINDEN. Ein Herausschälen aus Berlin, in dem ich nach so einigen Städtestationen endlich meine Herzensheimat gefunden habe. Die Stadt macht es mir oft schwer das notwendige Fernweh zu entwickeln, um mich aufzuraffen den Koffer zu packen und loszuziehen. Die UMARMUNG Berlins mit all ihren faszinierenden Menschen, ihren pausenlosen Ereignissen und dem ständigen Laufen nach dem „Ahead of time“-Sein hält mich fest.

Aber sie hält auch die Gedanken gefangen. Der Inspirations-Radius Berlins ist zwar schillernd aber nicht weit. Nach dem Gespräch mit Michael Obert ist diese Ahnung für mich zu einer Gewissheit geworden, der ich folgen werde. Morgen geht es los. Eine Woche in Italien. Sieben Tage oder eben ein Anfang.

Michael Oberts Lieblingsplatz

Bis ich soweit bin wie Michael wird das allerdings noch ein wenig dauern. Ich habe ihn aber schon einmal vorsorglich gefragt, wie er seine Reiseziele auswählt. Seine Antwort war so leichtfüßig wie intensiv:

„Am Anfang ist es häufig nur der Klang eines Namens: Tim-buk-tu, Pa-pua Neu-gui-nea, Ma-n-da-la. Diese weit geöffneten Silben und das Vibrieren der Stille, wenn man sie ausspricht, genügen mir manchmal um aufzubrechen. Ihr Klang projiziiert Bilder von fernen Ländern, Gerüche von Gewürzen und dem Meer auf meine innere Leinwand. Ich will heraus finden, was sich hinter ihnen verbirgt. Und schon bin ich unterwegs.“

MEHR
Catch the Inspiration – die Geschichte von Michael Obert
Freitagskaffee

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School of life, Alain de Botton

Wenn die NEUGIER nach einem Plan verlangt und die Ideen, die da im Kopf kreisen, nach Erfüllung rufen, dann gibt es da einen Ort, der beiden auf die Sprünge hilft. Alain De Botton, der Philosoph, welcher Philosophie wunderbar praktikabel mit Lebensbereichen wie Reisen, Arbeiten und Architektur zusammen bringt, dieser Alain De Botton hat die SCHOOL OF LIFE gegründet.

School of Life

Die School of Life will beim LEBEN LERNEN helfen. Sie will so etwas wie eine ROADMAP sein, mit Ideen an den Wegrändern und Schildern, welche die richtigen Impulse geben. Das Ganze beginnt beim School of Life Shop, der alle möglichen Ideenquellen verkauft und endet bei Psychotherapiestunden. Aber das fühlt sich weder nach Dogma noch nach Sekte an. Es geht vielmehr um Inspiration durch Philosophie, Kunst, Literatur und natürlich auch durch Menschen, die man hier trifft. Zum Beispiel im Kurs „HOW TO BE A FRIEND“ oder auf der „SIMPLE LIVING“ Reise.

School of Life

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Patrick BlancAn einem Sonntag vor ca einem Jahr verspürte ich diese Kribbelgewissheit.

Diese Unruhe, die einen überfällt, wenn man etwas mit POTENZIAL entdeckt. In meinem Fall war es GABRIELLA PAPE,  und ihre Mission die MOOSWÜSTEN in Deutschlands Gärten in blühende Musestätten zu verwandeln. Pape will der Arbeitswut, mit der in Deutschland gehackt, gesät und eingetopft wird die Komponente der SELBSTVERGESSENHEIT hinzuzufügen.

Gabriella Pape hält den OSCAR des englischen Gartenbaus (jährlich vergeben auf der Chelsea Flower Show), hat den Handschlag durch die Queen erfahren dürfen und 2008 die Königliche Gartenakademie in Berlin Dahlem aus ihrem Dornröschenschlaf befreit, um ein Zentrum für Design und Gartenkultur zu erschaffen.

Ich las also von Gabriella Pape und war überzeugt, dass sie den Beginn der nächsten großen NISCHE markierte.

GÄRTNERN wird das nächste große Ding. In der Erde wühlen. Gartenzwerge streicheln. Tomaten beim Wachsen zusehen und sich die Finger an den selbstgezogenen Brombeeren durchlöchern. HERRLICH!

Eigentlich ist GÄRTNERN die logische Folge nach Bio Boom, Eco Schick und Personal Heilpraktiker. Davon bin ich überzeugt und ich sage Euch in jedem von uns steckt ein Gärtner. Es ist nur eine Frage der Interpretation und damit definitiv an der Zeit den GÄRTNERSTYLE neu zu definieren.

home_baum_eingehaustDas Gute daran ist, dass wir im BIONADE Zeitalter (gesund + bio + style), das eine tun können ohne auf das andere zu verzichten. Gärtnern in URBAN sozusagen ist ganz wunderbar möglich geworden: GUERILLA GARDENING, VERTIKALES GEMÜSE AN NYC HOCHHÄUSERN, GRÜNE TAPETTEN, KÖNIGLICHE GARTENAKADEMIEN MIT DESIGNAPPEAL… Alles kein Problem mehr. Grün hat eine neue Dimension erklommen und die Gartenwelle ist bereits auf der ganzen Welt in die Metropolen geschwappt.

„Yes, yes. I am totally a botanist, of course!“
Patrick Blanc
ist Doktor der Botanik und Wissenschaftler am Centre national de la recherche scientifique und nebenher ein weltweit gefragtes Genie für vertikale Gärten. Patrick Blanc

Patrick Blanc

source: stylemag

In Schweden tut ihm das eine ganze Agentur gleich: Vertical Garden Design aus Stockholm installiert die GUMMIBÄUME von 2009 in den schicken skandinavischen Offices und Hotels.

vertical garden design

source:  Vertical Garden Design

andreas schmidt, indoorlandscaping

Und in Deutschland zieht  Andreas Schmidt mit seiner Agentur INDOORLANDSCAPING für die Hypovereinsbank oder Siemens weisse Orchideen, Flamingoblumen und Farne an Bürowänden hoch.

indoorlandscaping SIEMENS

indoor.HG, indoorlandscaping

source: indoorlandscaping

NYC toppt das Ganze mit der neusten Dimension: VERTICAL FARMS (die haben ja auch wirklich wenig Balkons…)

vertical farms

source: vertical farms

YVES SAINT LAURENT und Pierre Bergé haben es sich da ein wenig einfacher gemacht und den Jardin majorelle in Marrakesh eingekauft.

Jardin Majorelle

source: Lalla Lydia

Und in Berlin kämpft die GARDENING GUERILLA recht lässig für mehr schönes Grün an Orten, von denen man nicht so genau weiss, wem sie gehören (temporär ist das Schlüsselwort und darin sind wir ja nun wirklich gut!).

Mehr zu „Green Guerilla“ hier

Guerilla Gardening

source: stadt von unten

MOOSGRAFITTI

MOOSGRAFITTI

FÜR ALLE, DIE NÄCHSTE WOCHE IN AMSTERDAM SEIN SOLLTEN: bei den Amsterdam Open Garden Days (19. bis 21. Juni) kann man sich private Villengärten anschauen und fleissig mitschreiben.

Meine Erdbeerpflänzchen lauern jedenfalls bereits neben mir und dem Sofa, um, sobald dieser Schüttelwind nachgelassen hat, von mir in ihre Töpfchen auf der Terasse einen Anfang zu machen…

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Am Freitagnachmittag ist auf den ersten Blick alles ganz klar: Bad Gastein ist ein alter, früher einmal mondäner, Skiort, gelegen an den Hängen eines engen Tales, umgeben von Zweitausendern, die unten Blumenwiesen und oben schneebedeckte Gipfel tragen.

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source: Miramonte

MORBIDER CHARME aus einer vergangenen Epoche der Grand Hotels weht durch die steilen Gassen, nur unterbrochen von bunten Plakaten, die das Almfest Nummer 1111 ankündigen. Und mittendrin ein Kongresszentrum, das so scheusslich penetrant SICHTBETON zur Schau trägt, dass es fast weh tut.

Am Sonntagabend dann hat Bad Gastein zu FLÜSTERN begonnen. Ein neuer Geist umweht die alte Bäderarchitektur. Sichtbeton wird plötzlich zum perfekten Hintergrund für avantgardistische Architektur- und Barprojekte. Grand Hotels zur Kulisse für Filme, die noch gedreht werden wollen. Und Almfeste zu Performances von Künstlern, die hier ihre Sommer verbringen.

GESPONNEN? Eher eine Vision, die von einer kreativen Geistesgemeinschaft heftig gehegt und gepflegt wird. Das Hotel MIRAMONTE ist ihr Basislager und der Parkplatz davor quillt an diesem Wochenende über vor Autos mit URBANITÄT verheißenden Kennzeichen.

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source: Miramonte

Wie ich bereits schrieb, bin ich von den Machern des MIRAMONTE, dem ersten und einzigen Designhotel am Platze letztes Wochenende eingeladen worden. Eingeladen, um zusammen mit einem ILLUSTREN Völkchen aus Berlin, Hamburg, München, Wien und Tokio an einem Tauschgeschäft teilzunehmen: Hirn und FOTOGENE KÖRPER gegen Unterkunft und Verkostung lautete das Losungswort für den Eintritt in ein Wochenende voller Ideen, Eindrücke, Genuss und vor allem voller Menschen mit Herzblut.

Die IDEE hinter dem MIRAMONTE und seinem Schwesterhotel HAUS HIRT klingt durchaus machbar. Vorausgesetzt die beiden Häuser würden in Berlin stehen und SOHOHOUSE oder MÜNZSALON heißen.

Im Zeichen des Wandels

Das neue MIRAMONTE ist ein junges Hotelkonzept für
ein Haus mit Geschichte. Ein Platz für Individualisten
mit Interesse an Design, Kunst und Architektur. Gebaut
um die Jahrhundertwende, erweitert in den 60er Jahren
und angekommen im Jetzt. Charmanter Retrochic mit
modernen Designelementen abseits des Mainstreams.

Unter dem Titel „Hotel-in-Progress“ werden jede Saison
neue Zeichen gesetzt, auf dem Weg zu einer völlig neuen
Hotelkultur.

Ike Ikrath, Hausherr und Architekt aus Wien und seine Frau Evelyn, die Hotelierin aus Bad Gastein, wollen aus ihren Hotels moderne Salons machen und nebenbei ein Zeichen setzen für eine neue HOTELKULTUR.

Mit dem HAUS HIRT, das einst als Salon die geistige Elite einer vergangenen Zeit wie Thomas Mann, Stefan Zweig und Lady Churchill willkommen hieß, fing alles an. Ike und Evelyn wollen einen Spirit kreieren, der das MIRAMONTE und das HAUS HIRT zu kreativen Hot Spots macht und Begegnungen initiiert, die sonst in kosmopoliten Bars und Restaurants stattfinden. Sie wollen keine Hotels erschaffen, sondern URBANE PRIVATHÄUSER für Zeit- und Freigeister. Orte, an denen sich kreative Macher aus weltweit verstreuten Metropolen zusammen finden, um über ihre Musen, Ideen und Visionen zu diskutieren.

Was ihre Gäste mit nach Hause nehmen sollen, sind Inspiration und Kontakte. Zu Menschen, die sie gerne wieder treffen wollen. Sei es als Freund aber auch gern als Geschäftspartner. Entspannung und Erholung werden hier als Botschaft eher leise gespielt, denn, laut Ike, sind sie eh die selbstverständliche Basis des Ganzen.

MATTHIAS HORX hat für die beiden ein Manifest über das moderne HIDEAWAY geschrieben in dem viel von Inspiration, Konzentration und Interaktion die Rede ist. Für ihn sind MIRAMONTE und HAUS HIRT „Hotels für Menschen, die neugierig geblieben sind.“ Creative minds sozusagen. „Man fährt hin, um sich Gedanken zu machen. Sich zu erleben. Zu spüren. Und womöglich zu verändern. In denen man Menschen findet, deren Ideen man teilen möchte.“

Klingt nach einer Menge Arbeit. Zumindest für Menschen, für die eine gewisse Regungslosigkeit die ultimative Formel für Erholung ist. Und das meine ich nicht bösartig.

Für Menschen wie mich war dieses Wochenende an dem wir zwischen Gesprächen, Bergsteigen, Fotosessions in HIMMELBETT auf der bunten Wiese und orangefarbenem Spritz den Spirit dieser Hideaway Macher aufsaugen konnten, eine Bestätigung. Es gibt sie, diese KREATIVEN UNTERNEHMER und sie wissen zu begeistern.

himmelbett

Aber sie erwarten auch etwas von ihren Gästen. Matthias Horx beschreibt das so: „…dass diese etwas zurückgeben von der Energie, mit der sie sich um die äußeren Umstände kümmern. Und zwar auf der GEISTIGEN Ebene: Durch Gespräche. Ideen. Emotionen. Kontakte und Kommunikationen, die mehr sind als nur smalltalk.“

Die HERAUSFORDERUNG jedoch beginnt schon ein Stück weiter vorn. Wie erzählt man den Wunschgästen vom SALONZEITGEIST, der hier beflügeln soll? Und vorallem, wie schafft man die Berührung mit diesem Angebot vor Ort? Wie bringt man die Creative Minds zusammen ohne Gefahr zu laufen, sie mit drögen „Hotelevents“ zu verschrecken?

Ich erinnere mich an diesen Winter, als ich, obwohl ich vom modernen Hideaway Geist wusste, diesen im MIRAMONTE nicht zu fassen bekam.

So wird es auch jetzt den anderen Gästen ergangen sein, die mit großen Augen auf unser wild umher tollendes Grüppchen schauten. Ich habe mich hierüber mit OLAF KROHNE, dem Kommunikationsmann des MIRAMONTE, der u.a. die Bar Hamburg und das Hotel FOX Copenhagen mitaufgebaut hat, unterhalten. Er zeichnete mir ein Bild, das einem, kennt man dieses Team nicht, durchaus kreativ aber KOMPLETT UNREALISTISCH vorkommen könnte: SOMMERRESIDENZEN für urbane Künstler,  Filmscreenings, Musikfestivals, Bespielung des Kongresszentrums mit Bars, See, Ateliers , Salongespräche mit Komponisten, Regisseuren, Autoren und Designern, ein YACHTHAFEN auf dem zukünftigen Stausee, der den Eingang des Gasteiner Tals fluten wird…Klar oder?

Nun habe ich sie aber alle gesehen: die Designer, Architekten, Autoren, Filmproduzenten, Avantgarde Foodkonzeptionisten und Musikmanager, dort an diesem Wochenende.

Friedrich Liechtenstein & Beate (Bar Tausen, Berlin)

Friedrich Liechtenstein & Beate (Bar Tausend, Berlin)

Lampendesignerin ITO MEGUMI und Hausherr IKE

Lampendesignerin ITO MEGUMI und Hausherr IKE

Filmproduzentin MAREN ADE  (Alle Anderen), links

Filmproduzentin Janine Jackowski (Alle Anderen), links

Sie alle sind fasziniert von dieser Idee eine Verbindung zwischen gewaltiger Natur, innovativer Architektur und kreativschaffenden Menschen entstehen zu lassen. Der Geist hat zu flüstern begonnen und wird nicht ruhen, bis zu dem Zeitpunkt an dem wir den tuifly Shuttle nach Salzburg als SPACESHIP in unser Lieblings-Kreativhub mit Alpenflair begreifen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie die Einladungen hierzu seitens des MIRAMONTE lauten werden.

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„There’s something going on in New York that I haven’t quite felt since the early 80s…It’s a sense of buzz in the air—an almost electric current of creativity that has long been missing.“

Zitat Walt Cessna, Blackbook, May 09.

Foto by Ves-Pitts
source: Ves Pitts

Die Lieblingsbeschäftigung der KREATIVEN SZENE in New York City und Berlin ist das ja so genannte gegenseitige STEILVORLAGE-Geben. Die kreativfühlenden Bewohner beider Städte bekommen stets glänzende Augen, wenn sie von jeweils der anderen sprechen. Beide würden ohne zu zögern die Koffer packen, um Einiges an Lebenszeit am jeweils anderen Ort zu verbringen.

Die Sehnsucht hat in beiden Fällen denselben Namen: es geht um das EINTAUCHEN in eine kreative metropolite Szene, die nah genug dran ist am eigenem Lebensgefühl und Erfahrungsschatz und doch weit genug davon entfernt, um den verlockenden Reiz des Unerfahrenen zu verströmen. So suchen die Berliner in NYC genau das, was die NYC Szene in Berlin hofft aufzuspüren. Das Undergroundige, Skurrile, Inspirierende weil Andersartige, angetroffen während wilder GRENZENLOSER Nächte an denen auch die Sonne scheinen darf.

Das Lustige daran: beide glauben, dass jeweils die andere Stadt die besseren Bedingungen hierfür bereithält. Hier offenbart sich der URMENSCHLICHE Drang immer nach dem zu streben, was man gerade nicht hat.

NEW YORKER glauben, dass Berlin den allerbesten Nährboden für ein total kreatives Leben bietet, weil…. die Mieten so billig sind…In Echt! Berlin ist SEXY, weil es arm ist und nicht umgekehrt. Die Begleiterscheinungen wie gelassenes Tagträumen mit einer Horde gleichartiger Wesen, viel Raum, wenig Kontrolle und das Berghain sind für jeden gestressten New Yorker Bohemien die Verheißung schlechthin.

KREATIV-BERLIN strebt genau aus umgekehrten Grund nach NYC: die Sehnsucht nach Glamour, Höhe, Geschwindigkeit und internationalen MÖGLICHMACHERN (sprich Menschen mit Kohle, auch Auftraggeber genannt) drücken die Knöpfe in den ausgemergelten Berliner Seelchen.

Aber anscheinend ist NYC momentan auch noch aus einem anderen Grund eine gute Idee.

jewelry designer Gregg Wolf

jewelry designer Gregg Wolf

source: Gregg Wolf

WALT CESSNA, einer meiner zufällig akquirierten facebook Freunde, von Haus aus EX-FASHION TERRORIST, 80’s/90’s Club Troll, Stylist, Journalist (u.a. Interview, Elle, The Village Voice, Ray Gun), Street Fotograf (Ausstellungen in Berlin, London, SF), Herausgeber von Anti-Fashion Magazinen und all die anderen sozialen Rollen, die man als Kreativer im Jahr 2009 annehmen darf. Also genau der Walt hat neulich auf BLACKBOOK über das momentan und (natürlich!) durch die Krise entfachte KREATIVITÄTS-FEUERWERK berichtet.

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new designer Daniel Stanley mixes formal street wear with a slightly Edwardian twist

Liz Mcgrath

Liz Mcgrath

source: Walt Cessna

Ich muss ja sagen, dass mich das nicht hinter dem Ofen vorholt. Sieht ein bisschen aus wie Kastanieallee gepaart mit einer durchschnittlichen Nacht im Brohen Hearts Club. Aber lest selbst und bucht und schickt mir die Fotos. Wir stellen dann Berlin auf die Probe…

PS: Beachtet die Kommentare unter dem Ding. Walt scheint eine nette Fangemeinde zu haben.

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Kongresszeit! Ich freu mich: am Ende dieser Woche darf ich mir anschauen und Euch berichten, wie sich DIE KREATIVE REVOLUTION anfühlt. Donnerstag und Freitag blogge ich vom GIPFEL DER KREATIVITÄT, der Kongress des ART DIRECTORS CLUB, der kreative Hochkaräter aus der ganzen Welt anzieht und rund um die  ADC AUSSTELLUNG stattfindet.

Es geht um die große Idee. Kommunikation als Entertainment. Entertainment, das Markenwerte transportiert und verkauft.
 Eine Riesenchance, finde ich, für Marken aber vorallem auch für die kreativen Macher. Endlich ist sie da, die Legitimation, wenn nicht sogar der gesunde Druck für wirklich gute Ideen. Ich bin sehr gespannt, wie Mario Testino, Angelika Taschen, Jakob Augstein, Verleger (u.a. der freitag), Sebastian Steudtner, Extremsurfer, Prof. Dr. Franz Liebl („Cultural Hacking“) und vorallem mein früherer Chef bei Kolle Rebbe, Dominic Veken diese Chance mit Leben füllen werden.

Für alle die, die mit mir kommen wollen. Hier sind Programm und Karteninfo.

Und wer Kreative im Smoking Freudentränen über ganz schön wichtige Awards vergießen sehen möchte, kommt am Samstagabend zum alten Flughafen.

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Ich steh ja total auf Konferenzen. Vorallem auf solche, in denen Wörter wie „digitales Zeitalter“ oder auch „kreative Gesellschaft“ vorkommen und deren Rednerliste sich liest wie das 1×1 der Internet High Society. Ich, die nie so richtig Fan sein konnte, bin plötzlich Feuer und Flamme, wenn mal wieder einer verheißungsvolle Kreativ-/SLASH/ Webkonferenz am Horizont auftaucht. München, Paris, Stockholm…ich komme!

Angepickst durch einen Zufallsfund zum provokanten Neuen Medientheoretiker Geert Lovink, habe ich mich durch das digitale Universum gegoogelt, um die Lage der Nation zum Thema Konferenzen der Web-und Kreativgesellschaft zu erspüren.

Ab jetzt habe ich ein paar Sehnsuchtsdestinationen mehr. Hier kommt ein Auszug aus meiner Kreativwirtschaft-Konferenztapete für Euch:

CREATIVE CITIES – DAS VERSPRECHEN DER KREATIVEN ÖKONOMIE

Von Ö1 im Radiokulturhaus Wien initiiert, ist dieses Symposium diesen März gestartet. Wer mag, hier die Links zu den begleitenden Potcasts

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CREATIVE CITIES, die Zweite.

Diesmal mit dem British Council als Absender. Die Engländer sind ja, was das Thema Creative Industries betrifft schon ein ganzes Stück weiter vorn. Der British Council unterstützt dies recht beindruckend. Und betreibt Aufklärung wie
Kreativität, Entrepreneurship und Innovation uns alle zu besseren
kreativen Städtern machen können. Unter anderem mit der Urban Ideas Bakery, einem lustigen Future City Game und eine Menge Events.

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credit: Creative Cities

KINNERT 2009, Israel

Yossi Vardis surreal anmutendes und doch duchaus reales Geek Camp. Zitat Jeff Pulver Kinnernet provides digital food for the soul.“ Kinnernet 2009 ist gerade gelaufen und läuft grundsätzlich nur über Einladung für eine kleine feine digitale Community, Yossi Vardis Freunde sozusagen. Die Zeit bis zu dem Tag, an dem die „You are on the list“ Botschaft ins Emailpostfach flattert, kann man sich aber hervorragend bei einer kleinen Flickr Dia Show vertreiben. Der magische junge Mann auf diese Foto schreibt übrigens als Blogger der ersten Stunde unter anderem hier

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credit: Guido van Nispen

INTERCULTURAL CITIES CONFERENCE, 1. – 3. Mai 09 Liverpool

Liverpool läd als Europäische Kulturhauptstadt 2008 zu einer 3-tägigen Konferenz zum Thema Migration, Diversity und Urban Life in Europäischen Städten. Das Ganze findet unter dem Dach des European Year of Creativity and Innovation statt. Für alle, mit Lust auf eine Kombination aus Citytrip und kreativen Input haben, gehts hier zum europaweiten Eventkalender

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INNOVATION @ CREATIVE INDUSTRIES, 29.6. 2009 Berlin

Berlin, als Anwärter auf die heißeste Kreativmetropole und Teil des UNESCO Creative Cities Network läd über Projekt Zukunft zum Spitzengespräch der europäischen Botschafter des „European Year of Creativity and Innovation“. Es gibt bereits ein Save the date für den 29.6.2009.

Viel Spaß!


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