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Posts Tagged ‘Freitagskaffee’

„I do art for a whole new generation of art buyers“

Parra, pool gallery

Parra ist ein Künstler mit einer äußerst entspannten Haltung gegenüber dem, was sich Kunstmarkt nennt. „With my art, I will never meet the traditional art scene“, sagt er und stört sich nicht daran. Eine HALTUNG, die durchaus von einigen Künstlern vertreten wird, aber Parra hat eine persönliche Alternative für sie gefunden. Er präsentiert seine comicartigen, skurilen Grafiken und Skulpturen sowohl in jungen vielversprechenden Gallerien wie die pool gallery, aber er setzt sie auch in NEUE KONTEXTE. Druckt sie auf T-Shirts und kreiiert zusammen mit dem renommierten Artmagazin Arkitip für Wood Wood POP-UP STORES. Nachts definiert er mit Parra Soundsystem „THE ART OF PARTYING“ und wird dafür in Paris, Berlin und Antwerpen von der Szene gefeiert. Arkitip hat Parra übrigens eine ganze Ausgabe gewidmet und ein Video zu einem Tag in seinem Leben gedreht.

Parra works

Und ja, Parra ist einer dieser Street-Art Künstler, die auch mit Marken zusammenarbeiten. Er entwirft für Nike, Converse, Vans und Incase limitierte Produkt-Editionen und hat damit kein Identitätsproblem. Im Gegenteil, er ist Teil einer „STREETCULTURE“, die laut artschoolvets „mittlerweile die vermeintliche Elite inspiriert und damit beweist, dass Innovation heutzutage aus der expandierenden und sich ständig neu definierenden Popkulturblase entsteht, die weitaus mehr ist, als nur die Summe einer vom Mainstream übersättigten Gegenbewegung.“

Parra nennt seine Kooperationen „collap stuff“ und betrachtet die Skateboards, T-Shirts und Plattencover als Ergänzung zu seiner Kunst, die sich auch jemand leisten kann, der noch nicht in „richtige“ Werke investieren kann oder mag. Er tut dies ganz bewusst gegen das Manifest der ehrbürdigen Kunstszene: „I don‘t think they are allowed in the real art world.“ In einem Interview mit artschoolvets und highsnobiety erklärt Parra wo er den Unterschied zwischen „neuen“ und „traditionellen“ Künstlern sieht.
Parra, Artschoolvets

Zum Interview

Parra gelingen mit dieser Haltung drei Dinge auf einmal: Er lebt seine und VON seiner Kunst, er scheint eine Menge Spass dabei zu haben und er macht sie den Leuten zugänglich, mit denen er gerne abhängt. Darunter auch diejenigen, die Gallerien vorallem dafür lieben, weil sie eine HÜBSCHE KULISSE für die Treffen mit den lokalen „Arties“ versprechen.

Begegnet bin ich Parra an einem der letzten Berliner Sommerabende beim Opening von „I like the Painting but I will get the TeeShirt“ in der pool gallery. Zu Hunderten waren die SPÄTSOMMERABEND-HUNGRIGEN gekommen, um den Gehsteig und die Strasse vor der pool gallery zu betrinken. Frank hat auf I heart Berlin übrigens eine Typologie oder auch einen Erklärungsansatz für den gewöhnlichen Gallerie-Hüpfer geschrieben.

Parra, pool gallery

mehr Pics hier

Getrunken haben wir in der Tat Einiges und mindestens mit jedem zweiten Spritz auf Parra angestossen. Denn im Gegensatz zu vielen Vernissagen auf denen die Kunst für die durstige Meute eher die hübsche Tapette ist, sind Parras Grafiken, Skulpturen und vorallem seine Haltung zwischen uns geschlüpft. Und sie haben „VERKAUFT“. Die zum ersten Mal in Deutschlands präsentierte „Dancing Peach“ war sofort ausverkauft, wenn man das in der Kunstszene so sagen darf. Die NYTimes schreibt sogar, dass „es die erfolgreichste Ausstellung der pool gallery“ war.

Wer sie sehen mag, „I like the TeeShirt but I will get the painting“ ist noch bis zum 10. Oktober in der pool gallery zu sehen: Tucholskystrasse 38, Berlin

Parra, pool gallery

source: stylesreport berlin

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VERNETZT, Berliner GazetteEs ist Freitag 15 Uhr. Ich trinke Kaffee und schiele dabei zu einem kleinen grünen BÜCHLEIN, das neben mir liegt. Ich würde da jetzt gern weiter drin lesen, aber gleichzeitig will ich Euch davon erzählen. Von Krystian Woznicki, der es herausgegeben hat, von den Journalisten, Künstlern, Philosophen und Firmengründern, die hierin von Etwas erzählen, das für uns so SELBSTVERSTÄNDLICH geworden ist, obwohl es noch gar nicht allzu lange her ist, dass wir unsere ERSTE EMAIL ADRESSE eingerichtet haben.

Ich rede hier vom Lebensgefühl des „Vernetzt Sein“. Die Berliner Gazette, deren Chefredakteur Krystian bis vor Kurzem war, hat zehn Jahre lang in ihrem legendären elektronischen „MINI-FEUILLETON“ freischaffende Kreative nach ihrem Leben mit dem Internet befragt. „Vernetzt“ bündelt die sehr persönlichen Reflektionen dieser „Tastaturgemeinschaft“ zu dem, was das Internet mit ihnen angestellt hat. Wer jetzt denkt „Digitale Bohème go home“, der sollte zu Spreeblick gucken, die hierzu eine ziemlich appetitanregende Kritik geschrieben haben.

Mich hat „vernetzt“ dazu gebracht darüber nachzudenken, warum mich vernetzt sein manchmal nervt. Und dann habe ich mich gefragt, was mit denen ist, die immer noch in der analogen Welt leben. Natürlich bin ich parallel dazu im Internet umher, und dann glücklicherweise über folgendes Video gestolpert. Es erzählt vom GENERATION GAP zwischen den analogen Werten der „digitalen Immigranten“ (die Mami und Papis und fast alle großen Unternehmen) und den digitalen Werten der viel zitierten „digitalen Eingeborenen“, also die Generation unserer kleinen Geschwister. Mir hat das Video gut getan, weil es die Selbstverständlichkeit und die Ausschließlichkeit vom Vernetzt Sein angenehm relativiert hat. Zumindest für heute.

MEHR FREITAGSKAFFE hier und hier

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Diesen ersten Freitagskaffee mit der Inspiration trinke ich, während meine Füsse im Sand stecken. Zumindest tun sie das in freudiger Erinnerung an meine gestrige Begegnung mit MICHAEL OBERT, einem der bekanntesten Reisejournalisten.

Michael Obert
Michael Obert hat gerade sein neustes Buch „Chatwins Guru und ich“ in den Druck verabschiedet und mir bei Kaffee, Wind und Spree erzählt, warum es das vielleicht WICHTIGSTE WERK SEINES LEBENS ist. Seine sehr persönliche Geschichte von der Inspiration für dieses Buch und für sein zweites Leben habe ich in meiner Kolumne „Catch the Inspiration“ für Euch aufgeschrieben.

Was mich nach unserem Treffen so inspiriert zurück gelassen hat war die Tatsache, dass Michael diese zwei oder vielleicht sogar noch mehr Leben lebt. Da ist zum einen das urbane rauschende Berliner Leben eines Mitglieds der Kreativszene. Das andere ist das eines Reisenden und Schreibenden, den seine Sehnsucht nach fremden Realitäten an „Die Ränder der Welt“ zieht.

Michael Obert hat im Unterwegsein, seinen Weg gefunden. Aus seinen Reisen in die extremsten Gebiete der Erde zieht er eine unglaubliche Inspiration für seine Bücher aber auch für sein Leben. Für mich hat seine Art Inspiration zu sammeln und in Ideen zu verwandeln eine Tür aufgemacht und einen ENTSCHLUSS GEBOREN. Ich werde mich weiter in die Welt hinaus wagen.

Das mag für Vielgereiste, die ihr sicherlich seid, ein wenig lächerlich klingen. Aber für mich bedeutet das ein ÜBERWINDEN. Ein Herausschälen aus Berlin, in dem ich nach so einigen Städtestationen endlich meine Herzensheimat gefunden habe. Die Stadt macht es mir oft schwer das notwendige Fernweh zu entwickeln, um mich aufzuraffen den Koffer zu packen und loszuziehen. Die UMARMUNG Berlins mit all ihren faszinierenden Menschen, ihren pausenlosen Ereignissen und dem ständigen Laufen nach dem „Ahead of time“-Sein hält mich fest.

Aber sie hält auch die Gedanken gefangen. Der Inspirations-Radius Berlins ist zwar schillernd aber nicht weit. Nach dem Gespräch mit Michael Obert ist diese Ahnung für mich zu einer Gewissheit geworden, der ich folgen werde. Morgen geht es los. Eine Woche in Italien. Sieben Tage oder eben ein Anfang.

Michael Oberts Lieblingsplatz

Bis ich soweit bin wie Michael wird das allerdings noch ein wenig dauern. Ich habe ihn aber schon einmal vorsorglich gefragt, wie er seine Reiseziele auswählt. Seine Antwort war so leichtfüßig wie intensiv:

„Am Anfang ist es häufig nur der Klang eines Namens: Tim-buk-tu, Pa-pua Neu-gui-nea, Ma-n-da-la. Diese weit geöffneten Silben und das Vibrieren der Stille, wenn man sie ausspricht, genügen mir manchmal um aufzubrechen. Ihr Klang projiziiert Bilder von fernen Ländern, Gerüche von Gewürzen und dem Meer auf meine innere Leinwand. Ich will heraus finden, was sich hinter ihnen verbirgt. Und schon bin ich unterwegs.“

MEHR
Catch the Inspiration – die Geschichte von Michael Obert
Freitagskaffee

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Inspirationsküsse

Wenn ich mir überlege, was das wahre Back End meines Blogs ist, dann ist es das <strong> I-N-S-P-I-R-A-T-I-O-N-S <strong> Html. Und ich gebe zu, es ist das einzige Html, das ich schreiben kann.

Ich bin ein Kind der Generation Inspiration. Ich leiste es mir, nach ihr zu suchen. ich gebe mich ihr hin und manchma bastle ich aus ihr eine feine Idee. Ich hasse uninspiriertes Gesabbel und habe gelernt mich von Leuten, die behaupten Inspiration wäre was für Weicheier, abzugrenzen.

Ich mag nicht mehr ohne sie leben und ich tue dies in aller Ehrfurcht vor ihr. Das Dramatische ist ja, dass Frau Inspiration so scheu ist. Sie kommt und geht wie es ihr gefällt. Aber halt, nicht ganz. Wer die Inspiration gerne küsst, der weiss auch wie man sie rumkriegt. Meine persönlichen Inspirationsstreicheleinheiten hole ich mir über (Print!-)Magazine und Menschen. Natürlich in umgekehrter Reihenfolge. Die Sehnsucht nach dem Direktkontakt mit der Inspiration ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass ich Miss Creative Classy gelauncht habe.

In Zukunft würde ich meine Inspirationsquellen gern noch ein bisschen stärker mit Euch teilen. Deshalb stelle ich Euch hier jeden FREITAG die- und dasjenige vor, was mir in diesen sieben Tagen inspirierende Höhenflüge verschafft hat. Für morgen halte ich eine unaufgeregte Begegnung mit einem der AUFREGENSTEN REISEJOURNALISTEN Deutschlands bereit. Ich weiss jetzt endlich wie ein Meister der Inspiration sich fühlt, wenn diese über ihn kommt.

Mein persönlicher Inspirations-Coach
Was ich mit der Inspiration an anderer Stelle so tue: hier

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