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Posts Tagged ‘ERLEBNISSE’

Johnny Blake, Zoot Woman

Wir waren gestern grillen. Auf dem tape.tv Dach mit den Jungs von Zoot Woman und ihren Labelfreunden von Snowhite. Mit dabei waren feuchte Hände, die sich später in begeistert klatschende verwandelten. Wie man sich beim Steakteilen mit Johnny und Adam Blake so fühlt, habe ich hier notiert.

The Junction, Tape.tv und Snowhite

Johnny Blake, Zoot Woman

Jan Joswig und Stuart Price

tape.tv Steaks

Tahlia & Norman (TheJunction)

Johnny Blake, Zoot Woman im tape.tv Office

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 Chloé Claverie

Während neulich abends der Himmel über der Temporären Kunsthalle Berlin überkochte, machte ich drinnen die reizende Bekanntschaft von CHLOÉ CLAVERIE.

Chloé ist eine der gefragtesten Werbefotografinnen Frankreichs, eine wahre „Französin“ (très charmant) und gleichzeitig der totale JET SET (Paris, NYC, Berlin, Hamburg). Zusammen mit ihrem Partner Nick ist sie nickandchloe, ein gut gebuchtetes Fotografenduo, das von Marken wie Levis, Kenzo, Heineken und Sony eingekauft wird und auch mal einen Kanye West in seinem Zuhause in LA ablichtet.

Chloé Claverie

Das ist die eine Seite von Chloé Claverie. Die andere ist eine ganz zarte, die ihre Fühler Richtung Kunst ausstreckt. Sehr PRIVAT fühlte sich diese an, als sie an diesem Abend den geschützten Rahmen der eigenen vier Wände verließ, um für eine Nacht als Chloés ERSTE FREIE KUNSTARBEIT aufzutreten. In der Temporären Kunsthalle empfing uns Chloé zusammen mit ihrer 90 jährigen Großmama, die von den großformatigen Fotos herab strahlte.

Ein bisschen gezwungen worden war Chloé zu diesem Moment. Christian Rosche, der Geschäftsführer der Kunstfreunde, aber vorallem ein guter Freund von Chloé, hatte ohne ihr Wissen das Café der Kunsthalle organisiert und sie zwei Wochen vor der Vernissage mit der Frage überrascht, wen er denn zum großen Opening einladen dürfte.

Ich kann Euch nicht genau sagen, ob diese Nacht von Berlins Sammlern nur so wimmelte. Aber bezaubernd war es auf jeden Fall und vielleicht der Aufgang eines neuen Sterns am Fotografenhimmel.

Interessant finde ich, wie Chloé Berlin wahrnimmt. Hier hat sie ein halbes Jahr gelebt, bis es ihr zu kalt wurde… und das sind ihre Eindrücke eines ganz „normalen“ Berliner Nachmittags. Muss ein gutes halbes Jahr gewesen sein.

Chloé Claverie

Chloé Claverie
Chloé Claverie

source: Nick & Chloé

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Bar TausendAm Sonntagabend sind wir ausgegangen. Was wie immer Sonntagabends ersteinmal schwer fiel. Es hilft übrigens überhaupt gar nicht, am Samstagabend so zu tun als wäre Montag und vorgetäuscht bleischwer ins Bett zu fallen, um am Sonntagabend ausgehgierig gegen 22 Uhr das Haus zu verlassen. Ein Biorythmus lässt sich nicht täuschen. Es sei denn, er kommt in den Genuss eines Moscow Mule aus den Händen von COOKIE, eine, wie ich meine, LEGENDE des Berliner Nachtlebens. Und so war der Weg vom Melatonin hin zum Endorphin geebnet.

Bar Tausend

Wir waren angekommen: in der WILDHEIT einer Party, die immer dann ensteht, wenn die eigentlichen Macher des Nachtlebens feiern. Die Bar Tausend hatte zur Gründernacht gerufen und als wir in die Bar eintauchten, standen da fein aufgereiht hinter dem funkelnden Tresen COOKIE, BORIS RADZUN vom Grill Royal, MARCUS TROJAN aus dem Weekend, YASMINE ORTH, die Macherin von Creative Connectors und einige mehr. Währenddessen legte MAXIMILIAN HECKER dicht geduckt neben der Garderobe Musik auf. Wir tranken mit den Nachtlebenikonen an der Bar, naschten im Secretroom von Häppchen aus den Händen von Wally aus dem White Trash und Gordon W und sogen eine Stimmung auf, die genauso entschlossen wie ausgelassen war.

Bar Tausend

Wer von Euch schon mal im Nachtleben gearbeitet hat, weiss wie das ist, wenn man „unter sich“ ist. Da ist die ganze aufgestaute Lust auf das, was man nachtein nachtaus beobachtet: LOSLASSEN. Die besten Momente waren in meiner studentischen Nachtlebenkarriere stets die, wenn gegen fünf Uhr morgens die Barleute und Macher aus den umliegenden Clubs in die eine angesagte Location kamen und die Party einen völlig neuen Schwung und meistens nochmal eine andere Dimension annahm. In Berlin war es lange und in einer früheren Zeit das Delicious Donughts, dann die Bar 25. In München war es die Registratur und dann das Pimpernel. In Hamburg der Pudel und in Stuttgart die damalige Radio Bar. Was mich daran immer wieder erstaunt, ist diese ungemeine Lässigkeit und das Gefühl alle Zeit der Welt zu haben, die dann herrscht. Es gibt kein Gestürze auf die Tanzfläche, kein Gedränge an der Bar, kein zielgerichtetes Anquatschen. Es scheint alles nebenher zu geschehen. Und so geschieht es dann auch. I like.

Bar Tausend

Bar TausendBar Tausend

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MIT DEM ESSEN IN DEN MENSCHEN HINEIN KOMMEN, das ist eines der erklärten Ziele der neu gelaunchten Food-Agentur FOODPOL, die aus THE FOODISTS geboren wurde. Der kreative Kopf hinter dieser Mission ist TELSE BUS, die mich gestern auf dem 5Gum Vision Lab von der beeindruckenden Synthese zwischen Essen, Ästehtik und überraschender Berührung überzeugte.Telse Bus, 5Gum Vision Lab, Foodpol

Telse Bus ist von Wrigley als Expertin für den Sinn TASTE eingeladen worden. Gestern brachte sie uns mit der TELSE BUS VISION von Geschmack, der sich in Bilder verwandelt, zusammen. Telse will MIT ESSEN UNSICHTBARE BILDER MALEN, die überraschen, weil sie gewohnte Wahrnehmungsmuster überrumpeln, die berühren, weil sie das Erwartete stören.

Foodpol, 5Gum Vision Lab

Da kommt eine Currywurst in Form feinster Patisserie daher, die Karotte in drei Texturen, und herzhaft feine Vorspeisen als SALTY CONE in der Eistüte. Aber Telse und FOODPOL können auch anders: FOODIKONEN, so nennt Telse Burger, Hot Dogs und Schasslik, die weltweit die Geschmacksnerven vereinen.

Foodpol, 5Gum Vision Lab, Telse Bus

Und dann zeigt sie uns, was FOODPOL unter FoodKONZEPTEN versteht. Für Telse Bus ist das eine LEICHTFÜßIG wirkende Verbindung zwischen kreativen Gerichten in sehr coolen Verpackungen zu finden in ganz verschiedenen kreativen Kontexten. Für das Hotel Fox in Copenhagen hat FOODPOL z.B. urbane dänische Picknickboxen kreiiert und ein CROSS COUNTRY FRÜHSTÜCK organisiert.

Für den eigenen Folder haben sie ein bohemian Fashionshooting auf den Plan gerufen, um MODE und Food gemeinsam zu inszenieren. Was so einige schicke Fashionlabels FOODPOL hat entdecken lassen.

So sehr Telse Food liebt, ich glaube ihre geheime Leibspeise sind in allererster Linie IDEEN

Neben Telse Bus waren noch ein paar andere recht spannende kreative Menschen hier versammelt: Julie von Hobnox interviewtw SCOTT SCHUMAN, der Macher von THE SARTORIALIST.

Foodpol, 5Gum Vision Lab, Scott Schuman

Und die schwedischen „Designer of the future“ (Art Basel Award Miami 07) von FRONT, malten ihre Möbel mit Handbewegungen in die Luft, um sie anschließend in ihrem Rechner als 3D Version aufblitzen zu lassen. Sehr beeindruckend und anschauenswert.

5Gum Vision Lab, Front Design

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Am Freitagnachmittag ist auf den ersten Blick alles ganz klar: Bad Gastein ist ein alter, früher einmal mondäner, Skiort, gelegen an den Hängen eines engen Tales, umgeben von Zweitausendern, die unten Blumenwiesen und oben schneebedeckte Gipfel tragen.

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source: Miramonte

MORBIDER CHARME aus einer vergangenen Epoche der Grand Hotels weht durch die steilen Gassen, nur unterbrochen von bunten Plakaten, die das Almfest Nummer 1111 ankündigen. Und mittendrin ein Kongresszentrum, das so scheusslich penetrant SICHTBETON zur Schau trägt, dass es fast weh tut.

Am Sonntagabend dann hat Bad Gastein zu FLÜSTERN begonnen. Ein neuer Geist umweht die alte Bäderarchitektur. Sichtbeton wird plötzlich zum perfekten Hintergrund für avantgardistische Architektur- und Barprojekte. Grand Hotels zur Kulisse für Filme, die noch gedreht werden wollen. Und Almfeste zu Performances von Künstlern, die hier ihre Sommer verbringen.

GESPONNEN? Eher eine Vision, die von einer kreativen Geistesgemeinschaft heftig gehegt und gepflegt wird. Das Hotel MIRAMONTE ist ihr Basislager und der Parkplatz davor quillt an diesem Wochenende über vor Autos mit URBANITÄT verheißenden Kennzeichen.

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source: Miramonte

Wie ich bereits schrieb, bin ich von den Machern des MIRAMONTE, dem ersten und einzigen Designhotel am Platze letztes Wochenende eingeladen worden. Eingeladen, um zusammen mit einem ILLUSTREN Völkchen aus Berlin, Hamburg, München, Wien und Tokio an einem Tauschgeschäft teilzunehmen: Hirn und FOTOGENE KÖRPER gegen Unterkunft und Verkostung lautete das Losungswort für den Eintritt in ein Wochenende voller Ideen, Eindrücke, Genuss und vor allem voller Menschen mit Herzblut.

Die IDEE hinter dem MIRAMONTE und seinem Schwesterhotel HAUS HIRT klingt durchaus machbar. Vorausgesetzt die beiden Häuser würden in Berlin stehen und SOHOHOUSE oder MÜNZSALON heißen.

Im Zeichen des Wandels

Das neue MIRAMONTE ist ein junges Hotelkonzept für
ein Haus mit Geschichte. Ein Platz für Individualisten
mit Interesse an Design, Kunst und Architektur. Gebaut
um die Jahrhundertwende, erweitert in den 60er Jahren
und angekommen im Jetzt. Charmanter Retrochic mit
modernen Designelementen abseits des Mainstreams.

Unter dem Titel „Hotel-in-Progress“ werden jede Saison
neue Zeichen gesetzt, auf dem Weg zu einer völlig neuen
Hotelkultur.

Ike Ikrath, Hausherr und Architekt aus Wien und seine Frau Evelyn, die Hotelierin aus Bad Gastein, wollen aus ihren Hotels moderne Salons machen und nebenbei ein Zeichen setzen für eine neue HOTELKULTUR.

Mit dem HAUS HIRT, das einst als Salon die geistige Elite einer vergangenen Zeit wie Thomas Mann, Stefan Zweig und Lady Churchill willkommen hieß, fing alles an. Ike und Evelyn wollen einen Spirit kreieren, der das MIRAMONTE und das HAUS HIRT zu kreativen Hot Spots macht und Begegnungen initiiert, die sonst in kosmopoliten Bars und Restaurants stattfinden. Sie wollen keine Hotels erschaffen, sondern URBANE PRIVATHÄUSER für Zeit- und Freigeister. Orte, an denen sich kreative Macher aus weltweit verstreuten Metropolen zusammen finden, um über ihre Musen, Ideen und Visionen zu diskutieren.

Was ihre Gäste mit nach Hause nehmen sollen, sind Inspiration und Kontakte. Zu Menschen, die sie gerne wieder treffen wollen. Sei es als Freund aber auch gern als Geschäftspartner. Entspannung und Erholung werden hier als Botschaft eher leise gespielt, denn, laut Ike, sind sie eh die selbstverständliche Basis des Ganzen.

MATTHIAS HORX hat für die beiden ein Manifest über das moderne HIDEAWAY geschrieben in dem viel von Inspiration, Konzentration und Interaktion die Rede ist. Für ihn sind MIRAMONTE und HAUS HIRT „Hotels für Menschen, die neugierig geblieben sind.“ Creative minds sozusagen. „Man fährt hin, um sich Gedanken zu machen. Sich zu erleben. Zu spüren. Und womöglich zu verändern. In denen man Menschen findet, deren Ideen man teilen möchte.“

Klingt nach einer Menge Arbeit. Zumindest für Menschen, für die eine gewisse Regungslosigkeit die ultimative Formel für Erholung ist. Und das meine ich nicht bösartig.

Für Menschen wie mich war dieses Wochenende an dem wir zwischen Gesprächen, Bergsteigen, Fotosessions in HIMMELBETT auf der bunten Wiese und orangefarbenem Spritz den Spirit dieser Hideaway Macher aufsaugen konnten, eine Bestätigung. Es gibt sie, diese KREATIVEN UNTERNEHMER und sie wissen zu begeistern.

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Aber sie erwarten auch etwas von ihren Gästen. Matthias Horx beschreibt das so: „…dass diese etwas zurückgeben von der Energie, mit der sie sich um die äußeren Umstände kümmern. Und zwar auf der GEISTIGEN Ebene: Durch Gespräche. Ideen. Emotionen. Kontakte und Kommunikationen, die mehr sind als nur smalltalk.“

Die HERAUSFORDERUNG jedoch beginnt schon ein Stück weiter vorn. Wie erzählt man den Wunschgästen vom SALONZEITGEIST, der hier beflügeln soll? Und vorallem, wie schafft man die Berührung mit diesem Angebot vor Ort? Wie bringt man die Creative Minds zusammen ohne Gefahr zu laufen, sie mit drögen „Hotelevents“ zu verschrecken?

Ich erinnere mich an diesen Winter, als ich, obwohl ich vom modernen Hideaway Geist wusste, diesen im MIRAMONTE nicht zu fassen bekam.

So wird es auch jetzt den anderen Gästen ergangen sein, die mit großen Augen auf unser wild umher tollendes Grüppchen schauten. Ich habe mich hierüber mit OLAF KROHNE, dem Kommunikationsmann des MIRAMONTE, der u.a. die Bar Hamburg und das Hotel FOX Copenhagen mitaufgebaut hat, unterhalten. Er zeichnete mir ein Bild, das einem, kennt man dieses Team nicht, durchaus kreativ aber KOMPLETT UNREALISTISCH vorkommen könnte: SOMMERRESIDENZEN für urbane Künstler,  Filmscreenings, Musikfestivals, Bespielung des Kongresszentrums mit Bars, See, Ateliers , Salongespräche mit Komponisten, Regisseuren, Autoren und Designern, ein YACHTHAFEN auf dem zukünftigen Stausee, der den Eingang des Gasteiner Tals fluten wird…Klar oder?

Nun habe ich sie aber alle gesehen: die Designer, Architekten, Autoren, Filmproduzenten, Avantgarde Foodkonzeptionisten und Musikmanager, dort an diesem Wochenende.

Friedrich Liechtenstein & Beate (Bar Tausen, Berlin)

Friedrich Liechtenstein & Beate (Bar Tausend, Berlin)

Lampendesignerin ITO MEGUMI und Hausherr IKE

Lampendesignerin ITO MEGUMI und Hausherr IKE

Filmproduzentin MAREN ADE  (Alle Anderen), links

Filmproduzentin Janine Jackowski (Alle Anderen), links

Sie alle sind fasziniert von dieser Idee eine Verbindung zwischen gewaltiger Natur, innovativer Architektur und kreativschaffenden Menschen entstehen zu lassen. Der Geist hat zu flüstern begonnen und wird nicht ruhen, bis zu dem Zeitpunkt an dem wir den tuifly Shuttle nach Salzburg als SPACESHIP in unser Lieblings-Kreativhub mit Alpenflair begreifen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie die Einladungen hierzu seitens des MIRAMONTE lauten werden.

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„Wer teilt, gewinnt“ ist auf dem Weg ein weltumspannender Slogan zu werden. Für die HEAVY USER der digitalen Gesellschaft ist das nicht unbedingt das Allerneuste. Sie denkt Kreativität, Beziehungen und Kommunikation schon eine ganze Weile im „Teilen-Modus“. Aber spätestens seit die Finanzkrise an allen Ecken und Enden WEH TUT, kommen peu à peu selbst die egozentriertesten ICH-Menschen ums Umdenken nicht mehr herum.

Wir brechen also auf zu neuen Ufern, gründen GEISTESGEMEINSCHAFTEN und suchen nach neuem Reichtum, natürlich im „SHARE AND WIN“ Sinne.

Das klingt immer so hübsch, aber ich frage mich wirklich, inwieweit dieser Paradigmenwechsel auch tatsächlich gelebt wird. Und von wem. Und wie genau.

Morgen gehe ich ANTWORTEN suchen. Ich reise zusammen mit dem Art Directors Club Deutschland zum 14. DEUTSCHEN TRENDTAG nach Hamburg. Die Öhrchen weit aufgesperrt, werde ich nach Zeichen und Ideen fahnden, die aus dem leicht dahin gesagten „Share and Win“ ein realistisches ZUKUNFTSMODELL machen.

Am allermeisten freue ich mich auf Charles Leadbeater, mein Lieblings-Innovationsexperte und Autor von „We Think“.  Er wird uns auf seine recht unterhaltsame Art erzählen, wie ein neuer „vernetzter“ Kapitalismus aussehen kann. Und irgendwo in diesem Vortrag wird die Kreativität der Vielen definitiv schlau wie immer eingewebt sein. Ich lass Euch wissen, was wir MITNEHMEN können.

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NEULICH AUF DEM LAUNCH VON 3MIN habe ich eine Entdeckung gemacht, die dem Abend im Graft Loft einen völlig neuen Dreh gab. Ich traf Miss Creative Classy in BEWEGTFORM.

Geschehen ist das Ganze als ich 3min betreffend bereits mit dem Abend abgeschlossen hatte. Vertieft in ein überaus inspirierendes Gespräch mit Julia Reinecke, Kulturredakteurin bei Hobnox und Autorin von Street-Art, balancierte ich gerade auf dem Rand der lofteigenen BADEWANNE, als Julia plötzlich den Hals reckte, um den letzten Formatlaunch des Abends mitzubekommen. Ich war nicht so doll interessiert, es sollte um THOUSAND FACES gehen, ein Promi Web Magazin, das von zwei Typen gemacht wurde, von denen sich einer zur einleitenden Ansprache zusammen mit seinem Schnittmann vor der entsprechenden „Themenwelt“ (Champagner, Badewanne, Zigaretten) in Positur brachte.

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Ich erwartete die übliche Positionierung im Stil von „HEIßE PROMIS – GANZ NAH“ und wollte mich schon den Erbeeren im Gläschen widmen. Denn in Zeiten von BORIS BECKER TV, Bobbeles brandneuen Web TV Sender, der, ich zitiere Boris Becker, „keine Hofberichterstattung, sondern Boris Becker, wie er leibt und lebt“ sendet und damit Becker zum „quasi ersten Promi, der sich selbst verfolgt“ verhilft. In solchen (wahrlich ERSCHRECKENDEN) Zeiten sind Journalisten, die Promis abfilmen nun wirklich nichts Aufregendes mehr.

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credit: Bild.de

SCHLAU DAHER GEREDET UND DANN GANZ SCHÖN BLÖD GEGUCKT.

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Mir hätte es ja bereits dämmern können, als mir Julia so nebenbei erzählte, dass die Idee für THOUSAND FACES von ihren Hobnox Kollegen Yousef Hammoudah und Uwe Viehmann  stammt und sie diese dann mit ausgearbeitet habe. Ich glaube ein Blick auf Julia reicht, um eine Ahnung zu haben, dass aus solch einem Mädchen auf keinen Fall seichte Ideen herauskommen können.

credit: 13seiten.com

ABER JA: bei Thousand Faces geht um die WELT DER SCHÖNEN und…

… KREATIVEN.

Ob die nun reich sind oder nicht, spielt erst mal keine Rolle. Journalist JOHANNES BONKE (d:press media group) und Fotograf MAX VON GUMPPENBERG (oh ja, genau der Max mit der Topmodel Luca-Freundin und Kontaktpipeline zu Charlotte Casiraghi… nur so nebenbei für die Peoplemagazin-Liebhaber unter uns…), diese beiden jedenfalls sind durchaus mit ANSPRUCH im Leib unterwegs. Ihre Mission ist so ambitioniert wie folgerichtig im digitalen Zeitalter.

Folgerichtig, weil Johannes und Max ein scheinbar riesiges internationales Netzwerk aus, wie sie es nennen, KREATIV-UND QUERDENKERN, ihr Eigen nennen dürfen und es doch zu schade wäre, blieben diese Perspektiven nur einem kleinen Inner Circle vorbehalten.

Ambitioniert, weil es THOUSAND FACES nicht um Promi Chi Chi, sondern um kreatives Talent geht. Die beiden wollen die ZWISCHENZEILEN in ihren Interviews mit Filmemachern, Musikern und Künstlern sichtbar machen. Mit Videos, die kleinen Reportagen ähneln und Gespräche, Bilder und Eindrücke bebildern, die auch gerne ein wenig skuril sein dürfen. Es geht ihnen darum, Inhalte auf den Screen bringen, die ansonsten sicherlich nicht das Hochglanzpapier durchbrochen hätten.

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DER FILTER FÜR DAS WAS GEHT sind Johannes Bonke und Max von Gumppenberg selbst. Ihr Drehbuch ergibt sich aus ihren „Dienstreisen“ zu Interviews und Shootings mit Ikonen wie Quentin Tarantino’s Produzenten Lawrence Bender aber auch aus der Liebe zur Design Avantgarde wie KOSTAS MURKUDIS und Newcomern wie den MYRIAD CREATURES. Deren Leadsänger Jamie ist einer meiner Lieblingsbegegnungen, getroffen bei einem Sonntagsfrühstück im Papa i Cicia. Myriad Creatures ist eine Bilderbuchgeschichte einer englischen Jungs-Band, die auszogen, um Berlin zu erobern.
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Und so als Fazit: Das KRITISCHE AVANTGARDE-STIMMCHEN in mir flüstert: na mal sehen wie lange sie die Latte so hochhalten können… MISS CREATVE CLASSY hingegen freut sich über die Jungs, sind wir doch alle im Auftrag einer NEUEN KREATIVEN KLASSE unterwegs.

Zu den THOUSAND FACES Episoden

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