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Posts Tagged ‘digitales Zeitalter’

artforum berlin

Als Kind des digitalen Zeitalters ist mir aufgefallen, dass die DIGITALE PRÄSENZ  von Kunstgalerien von „so gut wie nicht vorhanden“ bis zu „hermetisch abgeriegelt“ reicht. Galerien kultivieren auf ihren Webseiten den MYTHOS um sich selbst. Wenn man viel Glück hat, erhascht man eine knappe Beschreibung zur Positionierung der Galerie, sieht, wenn es richtig gut läuft, die Gesichter der Künstler und liest dazu ein schwer verständliches „ARTIST STATEMENT“. Dasselbe Spiel kann man auf Seiten der Sammler beobachten: man gibt sich digital nicht zu erkennen und erst in jüngster Zeit hat eine neue Generation den Wert der Vernetzung und des Austausch entdeckt.

Arndt und Partner

Soweit zum Onlineverhalten der Kunstszene. Aber wie sieht der Austausch zwischen privaten Sammlern, Galeristen und Museumsdirektoren im anfassbaren Leben aus?

Ich bin auf Motivsuche. Will wissen, ob eine NEUE SAMMLERGENERATION heran wächst, die offener geworden ist im Austausch untereinander und mit der breiteren Öffentlichkeit. Mich interessiert das Selbstverständnis von privaten Sammlern wie Christian Boros, Ivo Wessel, Erika Hoffmann oder Christiane zu Salm. Sammler, die Kunst öffentlich begehbar machen und damit vom zu medial heiß diskutierten Geschmacksbildnern avanciert sind.
 Praktischerweise bin ich den Vier auf dem „berlin talk“ des artforum begegnet.

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Privatsammler gegen Privatsammler?
Und war ÜBERRASCHT wie entschieden, ja begeistert, sich Boros, zu Salm und Hoffmann für den Austausch zwischen den privaten Sammlern ausgesprochen haben. Man kennt sich, inspiriert sich und teilt sowohl die Besucher als auch den Genuss am neuesten Kunsterwerb. Christian Boros hat es so ausgedrückt: „Früher in Köln gab es das Geschmacksmonopol Peter Ludwig. Das hat die anderen gelähmt, man hatte keine Lust, sich mit dieser Omnipotenz zu messen. Die Gründungswelle der privaten Sammler hat das verändert. Kunst zu sammeln ist wie ein Spiel, es funktioniert nicht alleine. Die Familie Hoffmann hat mich mit ihrer Sammelleidenschaft angesteckt.“

Kein Wunder, denn Erika Hoffmann, eine Ikone unter den privaten Sammlern, liebt den Diskurs über die Kunst. Sie nutzt fremde Perspektiven, um Neues in ihren Werken zu entdecken. Samstag für Samstag ermuntert sie die Besucher der privaten Hallen der Sammlung Hoffman sich zur Kunst auszutauschen. „Jeder hat seine eigene Wahrnehmung und alles ist fragwürdig. Die Kunst, die in unseren Räumen hängt regt uns an bestimmte Fragen zu stellen. Tut sie das gerade nicht, hängt sie im Lager.“

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Private Sammler = Galerist?
Deutschland braucht sich also keine Gedanken um die Vernetzungskultur seiner Kunstsammler zu machen. Wer sich hingegen ein wenig Sorgen um seinen Job machen muss sind die Galeristen. Denn die neue Sammlergeneration begreift sich durchaus als Entdecker und Förderer von unbekannten Talent. Will es finden, bekannt machen und vielleicht ja auch verkaufen, auch wenn hiervon auf dem Panel keine Rede war. Im Gegensatz zu vielen Galeristen setzen sie dabei auf Öffentlichkeit, den KITZEL DES PRIVATEN und nicht zuletzt auf ihre gesellschaftliche Multiplikatorenrolle.

„Warum sich nicht den subjektiven Blick des tief involvierten Sammlers zu nutze machen? Ich glaube an die „Kraft“ anstatt der vielzitierten „Macht“ der Sammler. Ich habe schon Museumsdirektoren qua Diskurs von Werken überzeugt, für die sie sich anfangs gar nicht begeistern konnten“ sagt Ivo Wessel, der seine Besucher immer persönlich durch seine Sammlung führt, Schlafzimmereinblicke inklusive.

Überhaupt die Museen.
Die werden an diesem Nachmittag in die VERLIERERROLLE gezwängt. Thomas Köhler (Vizedirektor der Berlinischen Galerie) erzählt von Museen, die keine Ankaufs-Etats mehr haben und zeitgenössische Ausstellungen nur noch realisieren könnten, wenn private Sammler sie unterstützen.
Was die anwesende Sammlerschaft zu spitzen Bemerkungen veranlasst. Man würde ja eventuell, wenn man gefragt würde, aber wenn jemand Konkurrenzverhalten zeige, dann die Museen als die Sammler. Und scheu seien die Museumsdirektoren auch noch. Bei Erika Hoffmann war noch „nie ein Museumsdirektor zu Hause“.

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Was Christian Boros auf den Plan ruft: „Ich sehe in der Verbrüderung zwischen privaten Sammlern und Museen keinen Wert. An Privatsammlern interessiert doch das SUBJEKTIVE DES SAMMLERS. An beiden Orten wird ganz unterschiedlich rezipiert, das darf man nicht vermengen.“

Christiane zu Salm streut weiter Salz in die Wunde: „Ich beobachte, dass Museen wenig Mut für Kombinationen haben. Ich schätze es, wenn unterschiedliche Welten aufeinander treffen und fördere diesen Diskurs in Gesprächscollagen. Abende, an denen ein Künstler einen Gesprächspartner aus Politik oder Wirtschaft zum Gespräch einlädt. Am Ende nimmt jeder etwas Neues in seine Welt mit.“

Was Galeristen von den privaten Sammlern lernen können
Als ich mir den Diskurs so anhörte, stieg in mir unweigerlich die Frage hoch, was wohl ein Galerist hierzu gesagt hätte. Nicht einmal war von ihrer Rolle im Dialog zwischen Sammlern, Museen und Künstlern gesprochen worden. Ich habe mir das MIKROFON geangelt und die versammelten Damen und Herren nach ihrem Umgang mit den Galeristen gefragt. Ganz besonders gern wissen wollte ich, wie ihre allerersten Berührungspunkte mit Galeristen ausgesehen haben. Damals, als sie noch kein „Kunstsammler“ am Briefkasten stehen hatten.

Christiane zu Salm hat mir eine Antwort gegeben, die mich darin bestätigt hat, dass Galeristen vielleicht doch ein wenig aus ihrer schwer einsehbaren FESTUNGS-HALTUNG heraus treten sollten. „Als ich anfing Kunst zu sammeln, habe ich durch das Fenster der Galerie gespäht, um den Moment zu erwischen, an dem der Galerist im Hinterzimmer verschwand. Dann bin ich hinein gehuscht. Ich komme ja nicht aus der Kunstbranche und hatte Angst, mich zu blamieren“

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Liebe Galeristen, ihr müsst ja nicht unbedingt auf facebook Eure Schlafzimmer präsentieren, aber eventuell macht es Sinn über ein wenig mehr Öffentlichkeit im Sinne von Gesprächsimpulsen nachzudenken. Ein wenig transparenter werden und Begegnungen zu initiieren, mit denen die noch nicht auf der geheimen Kundenliste stehen.  Sozusagen den Kunden von morgen. Ich hätte da schon ein paar Ideen.

MEHR zur neuen Generation der Kunstsammler

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Internet Manifest

Letzte Woche gab es eine Revolution im Internet. 15 Online-Journalisten, darunter Sascha Lobo, Stefan Niggemeier und Mercedes Bunz, haben ein Manifest gegen das von Hubert Burda und seinen Verlegerkollegen ausgerufene Leistungsschutzrecht im Internet entworfen. Kurz gesagt plädiert das Leistungsschutzrecht für Paid Content. Sämtliche redaktionellen Online-Inhalte einschließlich der Überschriften sollen in Zukunft Geld kosten. Wer Qualität lesen will, muss zahlen. Wer hierauf verlinkt, muss zahlen. Wer sie zitiert, muss zahlen. Und das gilt auch für Google.

Die 15 JÜNGER DES INTERNETS haben darauf eine Antwort gefunden, die in 17 Thesen formuliert „wie Journalismus heute funktioniert“.

Die erste These lautet: „Das Internet ist anders“. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln – das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.“

Die vollständigen 17 Thesen sind hier zu lesen.

Was den Autoren in meinen Augen gelingt ist, die sinnlose, weil unproduktive Diskussion Print gegen Online in ein Plädoyer für den QUALITÄTSJOURNALISMUS zu verwandeln. Sie glauben fest an eine Onlinezukunft in der sich Qualität und angemessene Geschäftsmodelle zu deren Entlohnung DURCHSETZEN. Aber eben nicht getrieben von Verlegern und Politikern. Das Internet-Manifest fordert, dass Urheberrechte nicht als Hebel missbraucht werden dürften, um „überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen“. Denn: „EIGENTUM VERPFLICHTET.“

Natürlich hat das Intenet-Manifest Wellen geschlagen. 346 KOMMENTARE sind auf der Manifest-Internetseite zu lesen. Noch viele mehr auf den eigenen Seiten der 15 Blogger. Viele davon klingen nach Stacheldraht zwischen den Zähnen. Und es überrascht mich nicht, dass gerade auf den Onlineseiten der Zeitungen extrem Ignorantes und Bösartiges zu lesen ist:

Tagesspiegel.de

source: tagesspiegel.de

Stefan Niggemeier hat gestern auf seinem Blog mit einem „Das Wozu und das Danach“ auf die Kommentarflut reagiert. Hier schreibt er unter anderem:

„Es klingt nach einer Plattitüde, wenn ich auf die Frage, was wir mit diesem „Manifest” eigentlich erreichen wollten, antworte: eine Diskussion anstoßen. Aber genau so ist es. Ich wollte versuchen in der Debatte über die Zukunft des Journalismus einen Widerpart zu verankern, einen Punkt, auf den andere sich beziehen können, wenn wieder einmal von Lobbyisten irgendeine Erklärung in irgendeiner Stadt verabschiedet wird, in der sie zur Rettung des Publizierens auf Papier auffordern statt zur Rettung des Journalismus. Wenn wieder einmal jemand das Internet auf Diebe, Rufmörder, Kinderschänder reduziert. Wenn wieder einmal jemand glaubt, dass man an dem Medium, in dem ein Text veröffentlicht wird, seine Qualität ablesen kann.“

Ich finde das Manifest trotz seiner leicht polemischen Neigung und nicht immer glaubhaften Argumentation wichtig und richtig. Es ist ein fruchtbarer Beitrag für eine INTERNET-REIFE, die wir schon lange leben. Und es läßt zwei Publizismus-Kulturen endlich einmal im Vollkontakt aufeinander CLASHEN. Das Blut gehört wohl dazu und wenn es getrocknet ist, hat der Journalismus vielleicht ein neues Kulturgut inne: alle Kanäle für die Qualität.

Christian Jakubetz der „Neue“ bei BILDblog.de beschreibt auf seinem Blog „JakBlog“ schon mal seine Vision für die Zukunft des Journalismus: GUTE, GROßE GESCHICHTEN.

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VERNETZT, Berliner GazetteEs ist Freitag 15 Uhr. Ich trinke Kaffee und schiele dabei zu einem kleinen grünen BÜCHLEIN, das neben mir liegt. Ich würde da jetzt gern weiter drin lesen, aber gleichzeitig will ich Euch davon erzählen. Von Krystian Woznicki, der es herausgegeben hat, von den Journalisten, Künstlern, Philosophen und Firmengründern, die hierin von Etwas erzählen, das für uns so SELBSTVERSTÄNDLICH geworden ist, obwohl es noch gar nicht allzu lange her ist, dass wir unsere ERSTE EMAIL ADRESSE eingerichtet haben.

Ich rede hier vom Lebensgefühl des „Vernetzt Sein“. Die Berliner Gazette, deren Chefredakteur Krystian bis vor Kurzem war, hat zehn Jahre lang in ihrem legendären elektronischen „MINI-FEUILLETON“ freischaffende Kreative nach ihrem Leben mit dem Internet befragt. „Vernetzt“ bündelt die sehr persönlichen Reflektionen dieser „Tastaturgemeinschaft“ zu dem, was das Internet mit ihnen angestellt hat. Wer jetzt denkt „Digitale Bohème go home“, der sollte zu Spreeblick gucken, die hierzu eine ziemlich appetitanregende Kritik geschrieben haben.

Mich hat „vernetzt“ dazu gebracht darüber nachzudenken, warum mich vernetzt sein manchmal nervt. Und dann habe ich mich gefragt, was mit denen ist, die immer noch in der analogen Welt leben. Natürlich bin ich parallel dazu im Internet umher, und dann glücklicherweise über folgendes Video gestolpert. Es erzählt vom GENERATION GAP zwischen den analogen Werten der „digitalen Immigranten“ (die Mami und Papis und fast alle großen Unternehmen) und den digitalen Werten der viel zitierten „digitalen Eingeborenen“, also die Generation unserer kleinen Geschwister. Mir hat das Video gut getan, weil es die Selbstverständlichkeit und die Ausschließlichkeit vom Vernetzt Sein angenehm relativiert hat. Zumindest für heute.

MEHR FREITAGSKAFFE hier und hier

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Cindy Gallop - If we ran the World

source: CITY Magazine

CINDY GALLOP schon jetzt eine der schillernsten Werbeikonen, hat zwei riesige weltweit brachliegende Potenziale entdeckt: der Wille des bewusst lebenden Menschen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen und die wilde Entschlossenheit von MARKEN Millionen in Corporate Social Responsibility zu investieren. Brachflächen, weil der gute Wille nur allzu selten in Handlungen resultiert und CSR viel zu oft mit GREENWASHING verwechselt wird.

Cindy Gallop ist angetreten, um das zu ändern. Ihr persönliches Leitmotiv „Why walk when you can gallop?“ hat ihr sicher dabei geholfen IfWeRantheWorld.com hochzuziehen. Zusammen mit dem Web-Entwickler Wendell Davis hat sie eine neue MICRO-ACTION Plattform  geschaffen, die große Intentionen zur Rettung der Welt in winzige, für jeden gehbare Schritte herunter bricht.

Wer IfWeRantheWorld.com betritt sieht sich mit der Frage konfrontiert „If you ran the world what would you do….“. Die Antwort führt zu verschiedenen Action- Plattformen, die in kleine Mini-Handlungen heruntergebrochen und von den Mitgliedern gelöst oder an Freunde weitergeleitet werden. Jede der vollbrachten Handlungen wird im persönlichen Profil gepostet.

Schluss also mit dem Profil-Fake vom eigenen Idealbild, was zählt sind Taten und das gilt sowohl für die teilnehmenden Unternehmen als auch für den Einzelnen. PERSONAL ACTION BRANDING statt Phrasendreschen. Ich finde das nur logisch in Zeiten, die auch von Marken mehr Transparenz und Ehrlichkeit fordern.

Cindy Gallop, If we ran the World, City MagazineDas CITY Magazine hat in seiner Sommerausgabe ein paar „Aktionisten“ nach ihrer Antwort auf die Frage nach ihren persönlichen Weltherrschertaten gefragt. Zu  finden ist der Bericht hier

Für mich ist MIKRO-AKTION nach Mikro-Finanzierung und Mikro-Blogging (auch als Twittern bekannt) das nächste große und seit langem überfällige Ding. Vielleicht sogar die beste Form von Social Entrepreneurship.

Die BETA-VERSION von IfWeRantheWorld.com wird demnächst an den Start gehen. Wer mag kann sich dafür anmelden und Cindy Gallop unterstützen ihr „Web meets World“ Projekt real werden zu lassen.

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Statusterroristen

Du musst Dein Leben ändern

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Palomar5

Die Sternenkonstellation „Palomar5“ durchkreuzt von Zeit zu Zeit die Milchstraße und beeinflusst so deren Gestalt. Die Erdlingskonstellation Palomar5 kommt eher angerauscht wie ein Sternschnuppenregen, der wild entschlossen ist, die Parameter einer neuen Arbeitswelt zu definieren. Sie tut das nicht ganz uneigennützig, denn Hans, Mathias, Jonathan und ihr Team sind waschechte DIGITAL NATIVES, die keine Lust mehr haben, sich in Corporate Strukturen zu zwängen. Deshalb haben sie einen Non-Profit „DO-TANK“ gegründet, der den Anspruch hat digitale Freigeister und realistische Arbeitsstrukturen zusammen zu bringen.

Palomar5 isn’t a sterile laboratory, it’s not a capsule and it wants to do more than just to think about things. In it’s first year of existence Palomar5 has chosen to: help design and build the future of innovation, technology and the working environment.

Die Revolution der Zusammenarbeit wollen sie demnach auf keinen Fall allein vornehmen und rufen 30 KREATIVE DIGITAL NATIVES aus der ganzen Welt für ein Innovationscamp in Berlin vom 9. Oktober bis 24. November 2009 zusammen. Was sie suchen ist eine Mischung kreativer Quer- und Vordenker – vom Künstler über den Entrepreneur bis hin zum Wissenschaftler.

Palomar5

Es geht Palomar5 hier nicht nur um Ideen, es geht ihnen darum sie zu Ende zu denken und sie erlebbar zu machen. Es geht ihnen um GUTE ENERGIE und darum, die alte mit der neuen Arbeitswelt zu verschmelzen. Ihre Camp-Genossen werden ordentlich gefordert werden. Ich hatte das Vergnügen letzten Winter ein Büro mit Palomar5 zu teilen und seitdem weiss ich wie sich DURACELLHÄSCHEN mit einer Vision anfühlen…

Am Ende des Camps wird am 23. und 24. November ein SUMMIT stattfinden, auf dem Wirtschaft und Politik die Ergebnisse entdecken und Impulse zur praktischen Umsetzung in der eigenen Organisation mitnehmen werden.

Da ist sie, die andere Hälte des Universum: die CORPORATE WELT. Und sie tut gut daran ein offenes Ohr für die Generation Digital zu haben, denn ohne dieses, wird sie gehörig virtuelle Konkurrenz bekommen.

Bewerbungsfrist für die Teilnahme am Camp ist der 31. August 2009. Alle Details zur Bewerbung gibts hier.

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EIN NEUER GEIST BAHNT SICH SEINEN WEG DURCH UNSERE GESELLSCHAFT. Sein Fahrgestell ist die digitale Technologie, sein Treibstoff sind die Vielen und sein Ausstoss ist ein wahnsinnig schnell wachsendes IDEENunternehmertum.

Er beflügelt die Mutigen, aus persönlicher FASZINATION ein tragfähiges Business zu machen und ihren Erfolg mit digitaler (Selbst-)Vermarktung gekonnt voranzutreiben.
In den Zaghafteren formt dieser Geist aus einem leisen Gefühl Stück für Stück die Gewissheit, dass da noch etwas anderes sein muss als die schon lange nicht mehr sichere Festanstellung und dem Abarbeiten eines „Jobs“. Vielleicht sogar etwas, dessen Ursprung in ihnen SELBST zu finden ist.

FOLGE DER ZEIT MIT DEM GEIST FÜR GROßE IDEEN. Nie zuvor konnten wir unser Leben, unsere Beziehungen und unsere Kreativität so sehr nach den eigenen Interessen ausrichten. Wir sind zu ZEITZEUGEN in einem Momentum geworden, in dem eine neue Technologie einen enormen gesellschaftlichen Wandel zur Folge hat.

Die weltumspannende digitale Vernetzung hat die DNA unsere LEBENSSTILE verändert. Substanzielles wird neu definiert: wie wir leben, lieben, arbeiten, kommunizieren, denken und wovon wir träumen. Die Welle schwappt über Kontinente hinweg, mit einer WUCHT, die weiter reicht als sie es im Industriezeitalter getan hat.

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source: Sebastian Schönheit

UMSORGE DEINE TALENTE. Es ist wahnsinnig spannend zu realisieren, nicht nur Zeitzeuge, sondern PROTAGONIST zu sein. Aber es bringt auch eine neue Verantwortung mit sich. Die Verantwortung sich um sich selbst und die eigenen Talente zu kümmern. Sie zu erkennen, zu fördern und zu leben. WAHLFREIHEIT ist schon lange kein Schlagwort mehr. Die digitale Revolution zwingt uns, sie täglich zu leben und mit all ihren Herausforderungen umgehen zu lernen.

MULTIPLIZIERE DEINE IDEEN. Wenn man es so will, hat das DIGITALE ZEITALTER die Tür zum Ideenunternehmertum für alle geöffnet. Das Internet fungiert als riesiges Orchester zur INTONIERUNG der IDEENwirtschaft. Hier hinein lassen sich Ideen wie Töne streuen, die aufgenommen von einer ungeheuren Instrumentenvielzahl, durch Millionen Orchestermitglieder weiterentwickelt werden. So werden aus Gedankensplittern in Lichtgeschwindigkeit neue Lebens-und Geschäftsmodelle komponiert.

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source: futureofthebook.org

Möglich gemacht wir dies, durch einen extremen PARADIGMENWECHSEL in der Art wie wir begonnen haben, unser Wissen und unsere Kreativität zu teilen. SHARISM, COLLABORATION, CROWDSOURCING, DIE WEISHEIT DER VIELEN, RE-MIXING und CO-CREATION sind der beste Humus, um aus einer kleinen Idee die maximale Vergrößerung herauszuholen.
Denn Ideen multiplizieren sich nach einer Formel, die bereits ein Plato auf dem Schirm hatte: „Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sich diese tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue.“ Wunderbar zitiert von Rolf Karepin in BEEF.

Aber TEILEN ist nicht nur Düngemittel für Ideen, es entwickelt sich gerade zu einer völlig neuem Verständnis von ERFOLG. Charles Leadbeater hat es diese Woche während des 14. Trendtags auf den Punkt gebracht: „You will be what you share not what you earn.“

Charles Leadbeater

Charles Leadbeater

source: Trendbüro

DIE TÜR IST OFFEN. Nur hindurchgehen müssen wir immer noch selbst.
 Die entscheidende ZAUBERFORMEL für den Schritt vom Förderband aufs Drahtseil heißt: MUT. Es erfordert Courage aus dem bequemen Sicherheitsrahmen herauszutreten und Selbstvertrauen in die eigene Kraft, die Komplexität, die sich hier auftut, zu meistern. Was hier den nötigen SCHUBS geben kann, ist eine gehörige Portion Fantasie und die SEHNSUCHT nach einem Leben, das die eigenen Interessen und Begeisterungsobjekte zum Mittelpunkt hat.

Das alles ist ungleich schwerer, wenn man zunächst nur einer AHNUNG folgt. Oder wenn man ein Umfeld sein eigen nennt, das die Suche nach den ureigenen Talenten und Ideen vorallem in Zeiten der KRISE als leichtsinnig abtut. Das gilt sowohl für alle im Einzelnen als auch für Blue Chip Unternehmen, die sich momentan enorm schwer tun, dem Kontrollverlust über ihre Kunden mit neuen Ideen zu begegnen.

ABER JETZT KOMMT DIE GUTE NACHRICHT: das Seil trägt. Ich habe hierfür eine ganze Weile Beweise gesammelt. Musste ich ja auch, schließlich habe ich für den Weg in die Ideenfreiheit meinen durchaus vielversprechenden Job als festangestellte Markenstrategin hergegeben.

Mein SAMMELBECKEN waren Konferenzen zum digitalen Zeitalter. Besucht habe ich sie in Paris, Hamburg, München und Berlin und virtuell erlebt in San Francisco, Stockholm, Amsterdam und Israel. Ich habe gelernt aus einer anfänglichen BLINDEN BEGEISTERUNG für die Big Shots der digitalen IDEENElite, ein kritisches Zuhören und einen emotionsbegrenzten Filter zu machen. OKAY, ich habe es versucht.

Herausgekommen sind viele PUZZLETEILCHEN für meine eigenes kleines Ideenimperium und ein Big Picture zu dem, was wir von der nahen ZUKUNFT an Potenzial und Möglichkeiten erwarten dürfen. Ich schreibe diesen Blog nicht zuletzt aus diesem Grund: um den neuen kreativen Unternehmern Rückenwind zu geben und den Zaghafteren einen kleinen Schubs.

Veken Titel Buch

Für alle, die zwischendurch schon mal IDEENKRAFT tanken wollen, empfehle ich AB JETZT BEGEISTERUNG. DIE ZUKUNFT GEHÖRT DEN IDEALISTEN geschrieben von Dominik Veken, bei dem ich die Philosophie des Planning lernen durfte. Für mich ist sein gerade erschienenes Buch ein zentraler Puzzlestein für unseren Weg in eine kreative Ideengesellschaft.

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Bild 16

„Wer teilt, gewinnt“ ist auf dem Weg ein weltumspannender Slogan zu werden. Für die HEAVY USER der digitalen Gesellschaft ist das nicht unbedingt das Allerneuste. Sie denkt Kreativität, Beziehungen und Kommunikation schon eine ganze Weile im „Teilen-Modus“. Aber spätestens seit die Finanzkrise an allen Ecken und Enden WEH TUT, kommen peu à peu selbst die egozentriertesten ICH-Menschen ums Umdenken nicht mehr herum.

Wir brechen also auf zu neuen Ufern, gründen GEISTESGEMEINSCHAFTEN und suchen nach neuem Reichtum, natürlich im „SHARE AND WIN“ Sinne.

Das klingt immer so hübsch, aber ich frage mich wirklich, inwieweit dieser Paradigmenwechsel auch tatsächlich gelebt wird. Und von wem. Und wie genau.

Morgen gehe ich ANTWORTEN suchen. Ich reise zusammen mit dem Art Directors Club Deutschland zum 14. DEUTSCHEN TRENDTAG nach Hamburg. Die Öhrchen weit aufgesperrt, werde ich nach Zeichen und Ideen fahnden, die aus dem leicht dahin gesagten „Share and Win“ ein realistisches ZUKUNFTSMODELL machen.

Am allermeisten freue ich mich auf Charles Leadbeater, mein Lieblings-Innovationsexperte und Autor von „We Think“.  Er wird uns auf seine recht unterhaltsame Art erzählen, wie ein neuer „vernetzter“ Kapitalismus aussehen kann. Und irgendwo in diesem Vortrag wird die Kreativität der Vielen definitiv schlau wie immer eingewebt sein. Ich lass Euch wissen, was wir MITNEHMEN können.

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