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Posts Tagged ‘Berlin’

Mario Lombardo

Einen Kaffee auf die Inspiration war ich mit Mario Lombardo in seinem wundervollen BUREAU trinken. Er hat mir erzählt, was geschieht, wenn er mit der Inspiration Fühlung aufnimmt und wie er dabei alle mit einbezieht, die ihm nahe stehen. Ich weiss jetzt, wie man maximale kreative Freiheit in beeindruckende Produktivität verwandelt und sich dabei ein äußerst liebenswertes Wesen bewahrt.

Wer mag findet auf sounds like me mein INTERVIEW mit Mario.

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Mario
Lombardo in einem tollen Interview im Folge Mag

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„I do art for a whole new generation of art buyers“

Parra, pool gallery

Parra ist ein Künstler mit einer äußerst entspannten Haltung gegenüber dem, was sich Kunstmarkt nennt. „With my art, I will never meet the traditional art scene“, sagt er und stört sich nicht daran. Eine HALTUNG, die durchaus von einigen Künstlern vertreten wird, aber Parra hat eine persönliche Alternative für sie gefunden. Er präsentiert seine comicartigen, skurilen Grafiken und Skulpturen sowohl in jungen vielversprechenden Gallerien wie die pool gallery, aber er setzt sie auch in NEUE KONTEXTE. Druckt sie auf T-Shirts und kreiiert zusammen mit dem renommierten Artmagazin Arkitip für Wood Wood POP-UP STORES. Nachts definiert er mit Parra Soundsystem „THE ART OF PARTYING“ und wird dafür in Paris, Berlin und Antwerpen von der Szene gefeiert. Arkitip hat Parra übrigens eine ganze Ausgabe gewidmet und ein Video zu einem Tag in seinem Leben gedreht.

Parra works

Und ja, Parra ist einer dieser Street-Art Künstler, die auch mit Marken zusammenarbeiten. Er entwirft für Nike, Converse, Vans und Incase limitierte Produkt-Editionen und hat damit kein Identitätsproblem. Im Gegenteil, er ist Teil einer „STREETCULTURE“, die laut artschoolvets „mittlerweile die vermeintliche Elite inspiriert und damit beweist, dass Innovation heutzutage aus der expandierenden und sich ständig neu definierenden Popkulturblase entsteht, die weitaus mehr ist, als nur die Summe einer vom Mainstream übersättigten Gegenbewegung.“

Parra nennt seine Kooperationen „collap stuff“ und betrachtet die Skateboards, T-Shirts und Plattencover als Ergänzung zu seiner Kunst, die sich auch jemand leisten kann, der noch nicht in „richtige“ Werke investieren kann oder mag. Er tut dies ganz bewusst gegen das Manifest der ehrbürdigen Kunstszene: „I don‘t think they are allowed in the real art world.“ In einem Interview mit artschoolvets und highsnobiety erklärt Parra wo er den Unterschied zwischen „neuen“ und „traditionellen“ Künstlern sieht.
Parra, Artschoolvets

Zum Interview

Parra gelingen mit dieser Haltung drei Dinge auf einmal: Er lebt seine und VON seiner Kunst, er scheint eine Menge Spass dabei zu haben und er macht sie den Leuten zugänglich, mit denen er gerne abhängt. Darunter auch diejenigen, die Gallerien vorallem dafür lieben, weil sie eine HÜBSCHE KULISSE für die Treffen mit den lokalen „Arties“ versprechen.

Begegnet bin ich Parra an einem der letzten Berliner Sommerabende beim Opening von „I like the Painting but I will get the TeeShirt“ in der pool gallery. Zu Hunderten waren die SPÄTSOMMERABEND-HUNGRIGEN gekommen, um den Gehsteig und die Strasse vor der pool gallery zu betrinken. Frank hat auf I heart Berlin übrigens eine Typologie oder auch einen Erklärungsansatz für den gewöhnlichen Gallerie-Hüpfer geschrieben.

Parra, pool gallery

mehr Pics hier

Getrunken haben wir in der Tat Einiges und mindestens mit jedem zweiten Spritz auf Parra angestossen. Denn im Gegensatz zu vielen Vernissagen auf denen die Kunst für die durstige Meute eher die hübsche Tapette ist, sind Parras Grafiken, Skulpturen und vorallem seine Haltung zwischen uns geschlüpft. Und sie haben „VERKAUFT“. Die zum ersten Mal in Deutschlands präsentierte „Dancing Peach“ war sofort ausverkauft, wenn man das in der Kunstszene so sagen darf. Die NYTimes schreibt sogar, dass „es die erfolgreichste Ausstellung der pool gallery“ war.

Wer sie sehen mag, „I like the TeeShirt but I will get the painting“ ist noch bis zum 10. Oktober in der pool gallery zu sehen: Tucholskystrasse 38, Berlin

Parra, pool gallery

source: stylesreport berlin

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Keri Smith

Wenn ich mir genau überlege, was mich so süchtig nach Berlin macht, dann ist es wohl sein nie abreissender Strom an Inspiration. Ideenfutter-Nachschub ist hier in der Tat das kleinste Problem. Und so ist Inspirationsammeln mein liebstes HOBBY geworden, das mich nie müde macht. Bis mir neulich auffiel, dass sich die zuckersüße Inspirations-Eisbombe kaum merklich, aber dennoch nicht zu ignorieren, in einen dieser Müsliriegel ohne Zucker verwandelt hatte. Die machen ganz auf süße Befriedigung, wirken aber nur zwei Minuten nach.

Erschreckenderweise scheint es mit der Inspiration so wie mit allen Suchtmitteln zu sein. Je länger Du sie nimmst, desto mehr brauchst Du davon und desto weniger setzt Du sie für das ein, wofür sie eigentlich gemacht ist. Im Fall der Inspiration sind das IDEEN. Und die brauchen nun mal KONZENTRATION und Zugang zum Lager mit den passenden Inspirationsimpulsen. Mein Lager wird leider manchmal mehrmals am Tag geflutet, weil ich lieber sammle, als die Regale einzuräumen. Und so spülen die neuen Eindrücke die älteren einfach hinweg und hinein ins Inspirationsnirvana. Grausam.

Keri Smith

Zeit für ein Coaching. Dank Isabelle von „the Junction“ habe ich KERI SMITH kennengelernt. Sie ist die Meisterin in Sachen Festhalten von Inspiration. Wie das ganz wunderbar gehen kann und nebenher noch eine sanfte Achtsamkeit lehrt, beschreibt und illustriert sie in ihren Büchern.

„HOW TO BE AN EXPLORER OF THE WORLD“ hat momentan seinen festen Platz in meiner Tasche und ihr neuestes Non-Buch „THIS IS NOT A BOOK“ steht bereits auf meiner Wunschliste für Nikolaus.

Keri Smith

Auf ihrem Blog WISH JAR findet sich unter anderem die Keri Smith TOOLBOX für alle, die ihre Kreativität mal ein bisschen pampern wollen: mein persönlicher Hit ist „How to become a superhero“, auch nicht schlecht „how to be a guerilla artist“.

Dermaßen inspiriert von der Dame habe ich für Sounds like me eine „Catch the inspiration“ Serie entworfen, in der ich die Berliner KUNST- UND KREATIVSZENE besuchen gehe, um sie nach ihren Einfang- und Lagertechniken für die Inspiration zu fragen. Ich werde Euch berichten.

Mehr zum Ideen finden gibts hier.

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Whitest Boy alive @ Tape Open Air

Whitest Boy alive @ Tape Open Air

Eine Wüste vor einem Club. Ein Konzert. Viertausend Menschen. Ein Junge mir roten Haaren. Eine Menge, die singt und dabei leuchtet. Ein Gefühl wie Weihnachten im August. Und eine Hommage an die geliebte homogene Masse.

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Johnny Blake, Zoot Woman

Wir waren gestern grillen. Auf dem tape.tv Dach mit den Jungs von Zoot Woman und ihren Labelfreunden von Snowhite. Mit dabei waren feuchte Hände, die sich später in begeistert klatschende verwandelten. Wie man sich beim Steakteilen mit Johnny und Adam Blake so fühlt, habe ich hier notiert.

The Junction, Tape.tv und Snowhite

Johnny Blake, Zoot Woman

Jan Joswig und Stuart Price

tape.tv Steaks

Tahlia & Norman (TheJunction)

Johnny Blake, Zoot Woman im tape.tv Office

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 Chloé Claverie

Während neulich abends der Himmel über der Temporären Kunsthalle Berlin überkochte, machte ich drinnen die reizende Bekanntschaft von CHLOÉ CLAVERIE.

Chloé ist eine der gefragtesten Werbefotografinnen Frankreichs, eine wahre „Französin“ (très charmant) und gleichzeitig der totale JET SET (Paris, NYC, Berlin, Hamburg). Zusammen mit ihrem Partner Nick ist sie nickandchloe, ein gut gebuchtetes Fotografenduo, das von Marken wie Levis, Kenzo, Heineken und Sony eingekauft wird und auch mal einen Kanye West in seinem Zuhause in LA ablichtet.

Chloé Claverie

Das ist die eine Seite von Chloé Claverie. Die andere ist eine ganz zarte, die ihre Fühler Richtung Kunst ausstreckt. Sehr PRIVAT fühlte sich diese an, als sie an diesem Abend den geschützten Rahmen der eigenen vier Wände verließ, um für eine Nacht als Chloés ERSTE FREIE KUNSTARBEIT aufzutreten. In der Temporären Kunsthalle empfing uns Chloé zusammen mit ihrer 90 jährigen Großmama, die von den großformatigen Fotos herab strahlte.

Ein bisschen gezwungen worden war Chloé zu diesem Moment. Christian Rosche, der Geschäftsführer der Kunstfreunde, aber vorallem ein guter Freund von Chloé, hatte ohne ihr Wissen das Café der Kunsthalle organisiert und sie zwei Wochen vor der Vernissage mit der Frage überrascht, wen er denn zum großen Opening einladen dürfte.

Ich kann Euch nicht genau sagen, ob diese Nacht von Berlins Sammlern nur so wimmelte. Aber bezaubernd war es auf jeden Fall und vielleicht der Aufgang eines neuen Sterns am Fotografenhimmel.

Interessant finde ich, wie Chloé Berlin wahrnimmt. Hier hat sie ein halbes Jahr gelebt, bis es ihr zu kalt wurde… und das sind ihre Eindrücke eines ganz „normalen“ Berliner Nachmittags. Muss ein gutes halbes Jahr gewesen sein.

Chloé Claverie

Chloé Claverie
Chloé Claverie

source: Nick & Chloé

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kitai berlin

source: kitai berlin

Gestern am frühen Abend brauchte ich dringend eine Pause. Sozusagen für die SEELE. Ich wusste genau, was mir dabei helfen würde Seelchen wieder in Form zu polstern: KUCHEN IN MARMELADENGLÄSCHEN. Dank der Macherin von kitai berlin, die ich heimlich die AMÉLIE der digitalen Welt nenne, bin ich seit kurzem den Gläschenkuchen verfallen und sammle Orte, an denen ich diese genießen kann.

café oliv

source: café oliv

Ich warf mich also ins Café Oliv und während ich das Küchlein löffelte, hatte ich eines dieser Erlebnisse, das SO BERLIN war und zwar in seiner besten DUNSTIG leichten skurill vertrauten Qualität.

café oliv

source: tip

Ein junges Paar betrat das Oliv: sie, ein WESEN im weiß getupftem Kleid mit einem eng um die fröstelnden schmalen Schultern geschlungenen Cardigan. Man hätte meinen können, eine Mischung aus der liebreizenden Audrey Hepburn und der tragischen Courtney Love wäre da zur Tür hinein getreten.
Er mit GLÄNZENDER VERLIEBTHEIT in den Augen, fast so zart wie sie, aber defintiv stärker im Leben stehend. Die beiden wirkten als seien sie gerade von einer LAST befreit worden, deren Gefahr zwar nun gebannt, deren Schwere aber immer noch nachwirkte. Leicht erschöpft fütterten sie sich gegenseitig mit Gläschenkuchen und einem Klecks Sahne und nippelten an ihren White Flats wie die Bienen am Honig.

Warum ich das erzähle? Ich war so FASZINIERT von ihr, die neben einer umwerfenden GRAZIE, etwas fast schmerzhaftes SELBSTZERSTÖRERISCHES an sich hatte. Und von ihm, der so voller Hingabe für sie war und von Beschützerinstinkt nur so glühte. Es tat fast weh, die beiden so zu sehen und zu ahnen, dass sie ihm wahrscheinlich bald das HERZ BRECHEN würde, um einige Jahre später zu verstehen, dass er damals das Beste war, was ihr passieren konnte…

Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass doch eigentlich jeden Moment diese Spannung durch ein Kichern der beiden und einem fallenden Theatervorhang aufgelöst werden würde. Aber dem war nicht so. Warum ich das erzähle? Ich LIEBE Berlin dafür, dass es einem in manchen Augenblicken diese MELANCHOLIE aufs Herz legt, die so schön zieht und gleichzeitig beflügelt. Dank Dir Städtchen!

café oliv

source: unlike.net

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